• End-zu-End-Anastomose (Korrektur der Ösophagusatresie)

Dazu führt der Kinderchirurg einen Einschnitt aus. In den Brustkorb gelangt der Operateur meist zwischen der vierten und fünften Rippe. Ohne den Lungenraum zu öffnen gelangt der Chirurg zur Fistel. Es ist zunächst wichtig, die Fistel zu schließen, also die Verbindung zwischen Luft- und Speiseröhre, damit weder Flüssigkeit aus dem Magen/Speiseröhrenbereich in den Atembereich dringen kann und auch keine Luft aus dem Atembereich in den Magen.  Der Abstand der Speiseröhrenenden wird in Rückenwirbeln gemessen. Ist der Abstand der beiden Speiseröhrenenden weniger als 5-6 Rückenwirbel, kann eine End-zu-End-Anastomose durchgeführt werden. Dabei näht der Kinderchirurg unter leichter Dehnung mit äußerst feinen Stichen die Speiseröhrenenden zusammen.


  • Tracheotomie (wegen Tracheomalazie u. subglottische Stenose)

Die Tracheotomie –;griech.: zusammengesetzt aus trachía (der „raue Schlauch“) und tome (Schnitt); (umgangssprachlich auch Luftröhrenschnitt) – bezeichnet einen chirurgischen Eingriff, bei dem durch die Halsweichteile ein Zugang zur Luftröhre geschaffen wird (Tracheostoma). Indikationen zur Tracheotomie können beispielsweise die Notwendigkeit einer Langzeitbeatmung nach Unfällen oder Operationen, neurologische Erkrankungen mit Störungen des Schluckreflexes, Strahlenbehandlung am Kopf oder Hals oder Kehlkopflähmungen sein. Auch Patienten nach kompletter Entfernung des Kehlkopfes tragen ein Tracheostoma.

Als Luftröhrenschnitt wird umgangssprachlich fälschlicherweise auch eine lebensrettende Maßnahme in der Notfallmedizin, die Koniotomie, verstanden, obwohl dabei die Luftröhre nicht betroffen ist. Diese wird bei einer Verlegung der oberen Atemwege als letztes Mittel durchgeführt, um den Patienten vor dem Ersticken zu bewahren.


  • Fundoplikatio nach Nissen und nach Thal (wegen gastroösophagealen Reflux)

Bei dieser Operationsmethode wird die Magenkuppe (Fundus) in Höhe des Mageneinganges manschettenförmig um die Speiseröhre geschlungen. Daraus resultiert ein elastisches Ventil, das den Übertritt von Säure verhindert, die Schluckfunktion aber nicht beeinträchtigt.


  • mehrmalige Bougierung (wegen Ösophagusstenose)

Unter Bougieren versteht man das Aufdehnen einer Engstelle der Speiseröhre. Dies ist meist nach einer Operation nötig, da die Nahtstellen verengen und somit Nahrungsstückchen stecken bleiben können. Eine Bougierung kann in unterschiedlichen Abständen nötig sein. Bougierungen sollten immer unter Narkose durchgeführt werden. Um die Verletzungsgefahr gering zu halten, sollte die Bougierung immer mit einer Spiegelung der Speiseröhre (Ösophagoskopie) verbunden sein. Die Stenose wird mit einem Ballon gedehnt, der sogenannten Ballondillatation.


  • Legen von 2 Thoraxdrainagen (wegen Pneumothorax)

Die Thoraxdrainage (Syn.: Pleuradrainage) dient dazu, Luft oder Flüssigkeiten aus dem Pleuraspalt (dem Raum zwischen der Lungenoberfläche und dem Rippenfell) zu entfernen. Hierzu muss der physiologische Unterdruck im Pleuraspalt aufrechterhalten werden, da er verhindert, dass die Lunge aufgrund ihrer Elastizität kollabiert (zusammenfällt). Dies würde zu einer mehr oder weniger vollständigen Minderbelüftung des betroffenen Lungenflügels führen. Der Unterdruck kann über ein geeignetes Schlauchsystem, passiv durch ein Wasserschloss oder aktiv durch eine Saugpumpe aufrecht erhalten werden. Die Thoraxdrainage wird entweder offen, im Rahmen einer Thorakotomie oder Thorakoskopie, oder geschlossen über einen kleinen Hautschnitt eingebracht.


  • Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG-Sonde, Gastrotube)

(abgek.: PEG; gr. gaster = „Magen, Bauch" und gr.: stoma = „Mund“, „Öffnung“) ist ein endoskopisch angelegter direkter Zugang zum Magen, der die Bauchwand durchdringt und der bei Patienten mit Schluckstörungen unterschiedlichster Ursache die künstliche Ernährung über lange Zeit ermöglicht. Sie ist ein Medizinprodukt in der Klasse der Überleitsysteme. Der Begriff „perkutan“ leitet sich aus dem Lateinischen ab und kann mit "durch die Haut hindurch" übersetzt werden. Gastrostomie setzt sich aus den beiden griechischen Wortteilen "gastro" und "stomie" zusammen, wobei ersteres Magen und letzteres Öffnung bedeutet. Die dabei verwendete PEG-Sonde ist ein elastischer Kunststoffschlauch, der im Rahmen einer Gastroskopie (Magenspiegelung) gelegt wird. Gegenüber der sog. nasalen Magensonde - das heißt einer Sonde, die über Nase, Rachen und Speiseröhre in den Magen reicht - besitzt die PEG-Sonde mehrere Vorteile. Unter anderem ist die Aspirationsgefahr verringert und der Patient kann zusätzlich zur verabreichten Sondennahrung ungestört schlucken. Eine PEG ermöglicht somit die künstliche Ernährung mit Sondennahrung als enterale Ernährung, also eine Ernährung über den Magen-Darm-Trakt, die der parenteralen Ernährung, d.h. der Ernährung durch Infusionen, wiederum grundsätzlich vorzuziehen ist.


  • mehrmaliges Legen von Zentralen Venenkathetern (u. a. zur künstlichen Ernährung)

Der zentrale Venenkatheter (ZVK) ist ein Begriff aus der Medizin. Er bezeichnet einen dünnen Plastikschlauch, der in das Venensystem eingeführt wird und dessen Ende in der oberen oder unteren Hohlvene vor dem rechten Vorhof des Herzens liegt. Im Unterschied zu peripheren Venenkathetern erlaubt ein ZVK die Zufuhr hochkonzentrierter Elektrolyt- und Nährstofflösungen und die Messung des zentralvenösen Druckes (ZVD) als Anhalt für das intravaskuläre Volumen ( = Blutvolumen). Da die Anlage eines zentralen Venenkatheters aufwändiger und komplikationsträchtiger als die eines peripheren Katheters ist, bedarf es einer klaren Indikation für diesen Eingriff.


Sonstiges:

Diverse Vollnarkosen wegen verschiedener Untersuchungen und wiederholter Bronchoskopien ((Spiegelung der Bronchien) medizinisches Untersuchungs- und Therapieverfahren. Dabei wird ein Endoskop über Mund oder Nase (bei Felix über das Tracheostoma) eingeführt und durch die Trachea in die Bronchien der Lunge vorgeschoben.